
Welche Powerstation betreibt eine Gefriertruhe, und wie lange?
Eine Gefriertruhe zieht im Betrieb 60 bis 150 W, und ihr Kompressor läuft nur rund 30 % der Zeit. Im Mittel sind das etwa 30 W, also gut 35 Wh je Stunde aus dem Akku. Eine Kilowattstunde trägt sie damit über einen ganzen Tag, zwei Kilowattstunden über mehr als zwei. Ohne Strom hält eine volle, geschlossene Truhe ohnehin lange, entscheidend ist also die Anlaufspitze.
PowerStationFacts nimmt am Amazon-Partnerprogramm teil. Kaufen Sie über einen Link auf dieser Seite, erhalten wir möglicherweise eine Provision. Ihr Preis ändert sich dadurch nicht.
Warum eine Truhe einfacher ist als ein Kühlschrank
Drei Dinge arbeiten hier für Sie. Die Betriebsleistung liegt niedriger, diese Seite rechnet mit 100 W innerhalb einer Spanne von 60 bis 150 W. Die Einschaltdauer ist kürzer, rund 30 % gegenüber etwa 35 % beim Kühlschrank. Und die Bauform hilft: Kalte Luft ist schwer und bleibt beim Öffnen in der Truhe liegen, statt wie bei einer Kühlschranktür herauszufallen.
Das ergibt eine mittlere Aufnahme von etwa 30 W. Mit den durchgehend angenommenen 85 % Wirkungsgrad des Wechselrichters kostet eine Stunde Gefrieren die Station rund 35 Wh. Zum Vergleich steht dieselbe Rechnung für den Kühlschrank auf der Kühlschrank-Seite, dort sind es rund 49 Wh.
Ein Punkt, der in Deutschland regelmäßig zugunsten der Truhe ausfällt: Sie steht oft im Keller oder in der Waschküche, also in einem Raum, der deutlich kühler ist als die Küche. Jedes Grad weniger Umgebungstemperatur senkt die Einschaltdauer. Die Energieeffizienzklasse auf dem EU-Label sagt Ihnen dazu nichts Direktes, denn sie nennt einen Jahresverbrauch unter genormten Bedingungen, aber sie ist ein brauchbarer Vergleichsmaßstab zwischen zwei Geräten.
Die Rechnung auf drei Kapazitäten
Lesen Sie die Zeile zur Gefriertruhe. Die übrigen Zeilen zeigen, was derselbe Akku sonst noch tragen müsste, wenn er nicht nur die Truhe versorgt.
Eine Kilowattstunde
| Gerät | Typische Leistungsaufnahme | Geschätzte Laufzeit |
|---|---|---|
| Kühlschrank | 120 W | 20 Std. 43 Min. |
| CPAP-Gerät | 45 W | 19 Std. 21 Min. |
| Router und Modem | 15 W | 58 Std. 2 Min. |
| Fernseher | 90 W | 9 Std. 40 Min. |
| Mikrowelle | 1200 W | 0 Std. 44 Min. |
Zwei Kilowattstunden
| Gerät | Typische Leistungsaufnahme | Geschätzte Laufzeit |
|---|---|---|
| Kühlschrank | 120 W | 41 Std. 27 Min. |
| CPAP-Gerät | 45 W | 38 Std. 41 Min. |
| Router und Modem | 15 W | 116 Std. 3 Min. |
| Fernseher | 90 W | 19 Std. 21 Min. |
| Mikrowelle | 1200 W | 1 Std. 27 Min. |
Die große Klasse
| Gerät | Typische Leistungsaufnahme | Geschätzte Laufzeit |
|---|---|---|
| Kühlschrank | 120 W | 77 Std. 43 Min. |
| CPAP-Gerät | 45 W | 72 Std. 32 Min. |
| Router und Modem | 15 W | 217 Std. 36 Min. |
| Fernseher | 90 W | 36 Std. 16 Min. |
| Mikrowelle | 1200 W | 2 Std. 43 Min. |
Der Abstand ist linear, die Rechnung ist es auch. Interessant wird es erst, wenn Sie die Zahlen gegen die Realität eines Ausfalls halten: Eine volle, geschlossene Truhe hält die Temperatur über viele Stunden auch ganz ohne Strom. Die Powerstation muss also nicht die gesamte Ausfalldauer überbrücken, sondern nur lange genug, um die Truhe periodisch nachkühlen zu lassen.
Der Start bleibt der schwierige Teil
Auch hier gilt: Der Kompressor zieht beim Anlaufen ein Vielfaches seiner Betriebsleistung, für den Bruchteil einer Sekunde. Eine Station, deren Dauerleistung 100 W nur knapp übersteigt, kann an dieser Spitze abschalten, und dann steht die Truhe, obwohl die Kapazität rechnerisch gereicht hätte.
Die Angabe zur Spitzenleistung ist genau dafür da. BLUETTI Elite 100 V2 nennt 1 800 W Dauerleistung bei 3 600 W Spitze, 2 700 W Lifting Power Spitze, Anker SOLIX C2000 Gen 2 2 400 W bei 4 000 W. Diese Reserve ist der arbeitende Teil.
Verwechseln Sie sie nicht mit Lifting Power bei BLUETTI oder X-Boost bei EcoFlow. Diese Verfahren versorgen Lasten oberhalb der Nennleistung, indem sie die Ausgangsspannung absenken, was zu einem Heizstab passt und zu einem Motor nicht. Für einen Kompressor ist die klassische Spitzenleistung die Angabe, auf die es ankommt.
Drei Geräte, die zu einer Gefriertruhe passen


C2000 Gen 2 Anker SOLIX C2000 Gen 2

DELTA 3 Max EcoFlow DELTA 3 Max
BLUETTI Elite 100 V2 reicht für die Aufgabe deutlich aus: 1 024 Wh tragen eine Truhe über einen ganzen Tag, 1 000 W Solareingang machen daraus bei Sonne mehrere, und 4 000 Zyklen bis 80 % sind eine Zyklenangabe, die zu einem Gerät passt, das häufig zyklisiert wird.
Anker SOLIX C2000 Gen 2 ist die Wahl, wenn Truhe und Kühlschrank gemeinsam versorgt werden sollen: 2 048 Wh, 2 400 W Dauerleistung für zwei Kompressoren, die auch gleichzeitig anlaufen dürfen, und Erweiterbar auf 4 096 Wh.
EcoFlow DELTA 3 Max steht hier für den Fall, dass der Keller ohnehin mehr versorgen muss als nur die Truhe: 2 048 Wh, 4 800 W Spitzenleistung und 10 ms Umschaltzeit, sodass der Kompressor vom Netzausfall nichts mitbekommt. Wie sich zwei Geräte dieser Größe unterscheiden, zeigt C2000 Gen 2 gegen Elite 200 V2.
Die Truhe strecken, bevor Sie den Akku strecken
Kapazität ist der teure Weg zu Stunden. Bei einer Gefriertruhe sind die günstigen Wege besonders wirksam.
- Deckel zu. Eine geschlossene, volle Truhe hält Frosttemperatur über viele Stunden ohne jeden Strom. Jedes Öffnen kostet einen Teil davon.
- Lücken füllen. Leerer Raum ist Luft, und Luft speichert kaum Kälte. Wasserflaschen oder Kühlakkus in den freien Platz verlängern die Pausen zwischen zwei Kompressorläufen spürbar.
- Vor dem Ausfall herunterkühlen. Wird ein Ausfall angekündigt, hilft die Schnellgefrierfunktion: Die Truhe startet dann kälter und braucht länger, bis sie wieder anlaufen muss.
- Intervallbetrieb statt Dauerbetrieb. Die Truhe stundenweise an die Station zu hängen und dazwischen geschlossen stehen zu lassen, spart Akku, ohne den Inhalt zu gefährden.
- Ein Modul anschließen. Bei 30 W mittlerer Last gleicht schon eine bescheidene Solarleistung den größten Teil eines Tages aus.
Und dann das Typenschild der eigenen Truhe lesen
Die Wattangaben hier sind übliche Ausgangspunkte, keine Messwerte Ihres Geräts. Das Typenschild sitzt bei einer Truhe meist an der Rückwand oder innen an der Seitenwand. Steht dort eine Stromstärke statt einer Leistung, multiplizieren Sie mit 230 V. Der Wert auf dem EU-Energielabel nennt Kilowattstunden im Jahr und enthält die Einschaltdauer bereits, er taugt zur Gegenprobe, nicht als Betriebsleistung.
Zwei Korrekturen zum Schluss. Kälte senkt die nutzbare Kapazität eines Akkus, und die meisten Geräte laden unter null Grad gar nicht. Ein unbeheizter Keller im Winter ist für die Truhe günstig und für die Powerstation ungünstig. Und eine Zyklenangabe gilt immer bis zu einem Anteil der ursprünglichen Kapazität, üblich sind 80 %, manchmal 70 %. Alle Annahmen dieser Seite stehen offen in der Methodik.
Häufige Fragen
Wie lange hält eine Gefriertruhe ohne Strom?
Deutlich länger, als die meisten annehmen, sofern der Deckel geschlossen bleibt und die Truhe gut gefüllt ist. Der Inhalt ist die Kältereserve. Genau deshalb muss eine Powerstation hier nicht die gesamte Ausfalldauer überbrücken, sondern nur lange genug laufen, um zwischendurch nachzukühlen.
Braucht eine Gefriertruhe weniger Strom als ein Kühlschrank?
In der Regel ja, obwohl sie kälter arbeitet. Sie ist besser gedämmt, wird seltener geöffnet, und beim Öffnen bleibt die kalte Luft im Becken liegen. Diese Seite rechnet mit 100 W Betriebsleistung bei rund 30 % Einschaltdauer gegenüber 120 W bei etwa 35 % beim Kühlschrank.
Reicht eine kleine Powerstation, wenn die Rechnung passt?
Nicht unbedingt. Die Kapazität entscheidet über die Stunden, die Dauer- und Spitzenleistung entscheiden darüber, ob der Kompressor überhaupt anläuft. Ein Gerät, dessen Dauerleistung die 100 W nur knapp übersteigt, kann an der Anlaufspitze abschalten. Prüfen Sie beide Angaben, nicht nur die Wattstunden.
Was ist mit der Truhe im unbeheizten Keller im Winter?
Für die Truhe ist das ideal, für die Powerstation nicht. Kälte senkt die nutzbare Kapazität, und die meisten Geräte verweigern das Laden unter null Grad vollständig. Stellen Sie die Station in einen wärmeren Raum und führen Sie das Verlängerungskabel zur Truhe, nicht umgekehrt.
Und wenn ich Kühlschrank und Truhe gleichzeitig versorgen will?
Dann addieren sich beide mittleren Lasten auf rund 70 W, was für eine Station ab einer Kilowattstunde tragbar bleibt. Der kritische Moment ist, wenn beide Kompressoren gleichzeitig anlaufen. Kaufen Sie die Reserve bei der Spitzenleistung dafür ein, oder stecken Sie die beiden Geräte zeitlich versetzt an.