
Welche Powerstation hält Router und Modem online, und wie lange?
Router und Modem zusammen ziehen 8 bis 25 W, dauerhaft. Mit den hier verwendeten 15 W und 85 % Wirkungsgrad kostet eine Stunde rund 18 Wh. Schon eine Station um 300 Wh hält die Verbindung damit deutlich über einen halben Tag, eine Kilowattstunde trägt sie über ein ganzes Wochenende. Entscheidend ist hier nicht die Kapazität, sondern die Umschaltzeit und der Eigenverbrauch des Wechselrichters.
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Die Last ist winzig, und das verschiebt, worauf es ankommt
Ein Router im Haushalt liegt selten über 15 W. Kommt ein separates Kabel- oder Glasfasermodem dazu, ein Mesh-Knoten oder ein kleiner Switch, landet man am oberen Ende der Spanne von 8 bis 25 W. Diese Seite rechnet mit 15 W für die Kombination aus Router und Modem, durchgehend, ohne jede Einschaltdauer.
Bei so kleinen Lasten hört die Kapazität auf, die interessante Zahl zu sein. Praktisch jede Powerstation mit Schuko-Ausgang trägt einen Router länger, als der Ausfall dauert. Die Fragen, die bleiben, sind andere: Merkt die Verbindung den Umschaltmoment, und wie viel von der Kapazität frisst die Station selbst?
Ein Hinweis zur Einordnung in Deutschland: Fällt der Strom im Haus aus, ist auch die Gegenstelle nicht garantiert versorgt. Ein Kabelanschluss hängt an aktiver Technik im Verteilnetz, ein Glasfaseranschluss ebenfalls. Der Akku hält Ihre Geräte am Leben, aber er entscheidet nicht darüber, ob am anderen Ende noch jemand antwortet. Ein Mobilfunk-Router mit eigener SIM-Karte ist deshalb oft der robustere Plan B, und er ist eine noch kleinere Last.
Der Eigenverbrauch ist das heimliche zweite Gerät
Ein eingeschalteter Wechselrichter zieht Leistung, auch wenn nichts angesteckt ist. Herstellerangaben dazu sind selten, und die Größenordnung von einigen Watt klingt harmlos. Gegen eine 15-W-Last ist sie das nicht: Sie kann die Gesamtaufnahme spürbar erhöhen und damit die Laufzeit merklich verkürzen.
Daraus folgen zwei praktische Dinge. Erstens: Hängen Sie an dieselbe Station ruhig noch das Notebook und die Telefone, denn den Wechselrichter bezahlen Sie ohnehin, und geteilt fällt er weniger ins Gewicht. Zweitens: Wo Ihr Router ein 12-V-Netzteil hat, ist die 12-V-Buchse der Station der sparsamere Weg, weil er den Wechselrichter ganz umgeht. Spannung und Stecker müssen dabei zum Gerät passen, das ist keine Stelle zum Probieren.
Mit dem Laufzeitrechner können Sie beide Fälle durchspielen, indem Sie die Leistungsaufnahme nach oben schieben und sehen, wie schnell die Stundenzahl fällt.
Wie die Zahlen tatsächlich aussehen
Lesen Sie die Zeile für Router und Modem. Der Rest steht als Maßstab daneben.
Ein kleines, tragbares Gerät
| Gerät | Typische Leistungsaufnahme | Geschätzte Laufzeit |
|---|---|---|
| Kühlschrank | 120 W | 5 Std. 50 Min. |
| CPAP-Gerät | 45 W | 5 Std. 26 Min. |
| Router und Modem | 15 W | 16 Std. 19 Min. |
| Fernseher | 90 W | 2 Std. 43 Min. |
| Mikrowelle | 1200 W | 0 Std. 12 Min. |
Eine Kilowattstunde mit USV-Funktion
| Gerät | Typische Leistungsaufnahme | Geschätzte Laufzeit |
|---|---|---|
| Kühlschrank | 120 W | 20 Std. 43 Min. |
| CPAP-Gerät | 45 W | 19 Std. 21 Min. |
| Router und Modem | 15 W | 58 Std. 2 Min. |
| Fernseher | 90 W | 9 Std. 40 Min. |
| Mikrowelle | 1200 W | 0 Std. 44 Min. |
Der Abstand zwischen beiden ist groß, aber er entscheidet selten etwas. Beide halten die Verbindung länger, als ein typischer Ausfall im deutschen Netz dauert. Die größere Station verdient ihren Platz, weil sie nebenher noch den Kühlschrank oder den Fernseher mitnimmt, nicht weil der Router mehr Stunden bräuchte.
Die Umschaltzeit ist hier die entscheidende Angabe
Ein Router, der neu startet, ist für ein bis zwei Minuten weg, und ein Modem synchronisiert danach unter Umständen noch länger. Genau das verhindert die USV-Funktion: Die Station sitzt zwischen Wandsteckdose und Netzteil, reicht das Netz durch und schaltet beim Wegfall im Millisekundenbereich auf Akku um. EcoFlow DELTA 3 gibt 10 ms an, BLUETTI Elite 100 V2 10 ms.
Unterhalb einer gewissen Schwelle bringt schneller aber nichts mehr, das Sie bemerken würden. Ein Schaltnetzteil überbrückt selbst eine Lücke im zweistelligen Millisekundenbereich ohne Aussetzer. Der wirkliche Unterschied verläuft zwischen Geräten mit USV-Funktion und solchen ohne, nicht zwischen zehn und zwanzig Millisekunden. Wo ein Hersteller gar keine Umschaltzeit veröffentlicht, gehen Sie davon aus, dass Sie von Hand anstecken müssen.
Drei Geräte, um das Haus online zu halten


Elite 100 V2 BLUETTI Elite 100 V2

DELTA 3 EcoFlow DELTA 3
Anker SOLIX C300 ist die sparsame Antwort: 288 Wh bei 4,1 kg, mit 10 ms Umschaltzeit und 300 W Dauerleistung. Für Router, Modem und ein Telefon reicht das mit Abstand, und das Gerät ist klein genug, um dauerhaft neben dem Verteiler zu stehen.
BLUETTI Elite 100 V2 ist die Wahl, wenn dieselbe Station auch den Kühlschrank übernehmen soll: 1 024 Wh, 1 800 W Dauerleistung und mit 4 000 Zyklen bis 80 % eine Zyklenangabe, die zu einem Gerät passt, das permanent in Bereitschaft hängt.
EcoFlow DELTA 3 setzt auf Nachladen statt auf Größe: 56 Minuten am Netz bedeuten, dass ein kurzes Fenster mit Strom die Reserve für den nächsten Ausfall wiederherstellt, und Erweiterbar auf 5 000 Wh hält die Kapazität offen. Die beiden stehen direkt nebeneinander unter DELTA 3 gegen Elite 100 V2.
Und dann das eigene Regal nachrechnen
Die Wattangaben hier sind übliche Ausgangspunkte, keine Messwerte Ihrer Geräte. Auf dem Netzteil steht meist eine Ausgangsspannung und eine Stromstärke: Multipliziert ergeben sie die maximale Aufnahme, und die tatsächliche liegt fast immer darunter. Zählen Sie alles zusammen, was im Ausfall wirklich laufen soll, und rechnen Sie mit dieser Summe.
Wenn dazu noch ein Notebook gehört, lohnt sich ein Blick auf die Seite zum Notebook: Ein Gerät, das über USB-C lädt, umgeht den Wechselrichter und ändert die Rechnung für den ganzen Arbeitsplatz.
Häufige Fragen
Wie lange hält eine Powerstation den Router am Laufen?
Mit 15 W und 85 % Wirkungsgrad kostet eine Stunde rund 18 Wh. Eine Station um 300 Wh trägt damit deutlich mehr als einen halben Tag, eine Kilowattstunde ein Wochenende. In der Praxis begrenzen der Eigenverbrauch des Wechselrichters und alles, was Sie zusätzlich anstecken, das Ergebnis stärker als die Rechnung.
Funktioniert das Internet überhaupt noch, wenn im Viertel der Strom weg ist?
Nicht zwangsläufig. Kabel- und Glasfaseranschlüsse hängen an aktiver Technik außerhalb Ihrer Wohnung, und die ist nicht überall gepuffert. Der Akku garantiert, dass Ihre Geräte laufen, nicht dass die Gegenstelle antwortet. Ein Mobilfunk-Router als Rückfallebene ist deshalb sinnvoll, zumal er noch weniger Strom braucht.
Lohnt sich die 12-V-Buchse statt der Steckdose?
Bei einer so kleinen Last ja, denn sie spart den Wandlungsverlust und den Eigenverbrauch des Wechselrichters. Voraussetzung ist, dass Spannung, Polarität und Stecker zum Netzteil Ihres Routers passen. Das ist keine Stelle zum Ausprobieren: Wenn Sie unsicher sind, bleiben Sie bei der Schuko-Steckdose und der Annahme von 85 %.
Braucht ein Router wirklich eine USV-Funktion?
Wenn er ohne sie neu startet, sind Sie ein bis zwei Minuten offline, bei einem synchronisierenden Modem auch länger. Für Videotelefonie oder eine Alarmanlage ist das der Unterschied, um den es geht. Für reines Surfen ist es eine Bequemlichkeit, keine Notwendigkeit.
Kann dieselbe Station noch andere Geräte versorgen?
Ja, und das ist sogar der effizientere Betrieb, weil sich der Eigenverbrauch des Wechselrichters auf mehrere Verbraucher verteilt. Rechnen Sie die Summe aller Lasten gegen die Dauerleistung des Geräts, und prüfen Sie beim Kühlschrank zusätzlich die Angabe zur Spitzenleistung, wie es auf der Kühlschrank-Seite steht.