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Welche Powerstation betreibt ein mobiles Klimagerät?

Ein mobiles Monoblock-Klimagerät zieht im Betrieb 700 bis 1.400 W, und sein Thermostat schaltet den Kompressor etwa 60 % der Zeit ein. Im Mittel bleiben rund 600 W, also gut 700 Wh je Stunde aus dem Akku. Vier Kilowattstunden reichen damit für knapp sechs Stunden, und das ist der beste Fall. Für eine ganze Nacht taugt hier kein Gerät des Katalogs.

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Der Thermostat ist das Einzige, was für Sie arbeitet

Ein mobiles Klimagerät ist in Deutschland fast immer ein Monoblock: ein Gerät auf Rollen mit einem Abluftschlauch durch das gekippte Fenster. Diese Seite rechnet mit 1.000 W Aufnahme innerhalb einer Spanne von 700 bis 1.400 W, und mit einer Einschaltdauer von 60 %.

Diese 60 % sind die gute Nachricht und zugleich eine optimistische Annahme. Sie gelten, wenn der Raum die Zieltemperatur erreicht hat und der Kompressor nur noch nachkühlt. Am Anfang, wenn das Zimmer warm ist, läuft er durchgehend. Und bei einem Monoblock arbeitet er gegen ein strukturelles Problem: Der Abluftschlauch bläst warme Luft hinaus, und durch den Fensterspalt zieht neue warme Luft nach. Genau deshalb ist ein Monoblock deutlich ineffizienter als ein Splitgerät, und genau deshalb liegt die tatsächliche Einschaltdauer an einem heißen Tag eher höher als bei 60 %.

Die Rechnung: 1.000 W bei 60 % ergeben 600 W mittlere Aufnahme, mit den durchgehend angenommenen 85 % Wirkungsgrad also rund 706 Wh je Stunde aus dem Akku. Zum Vergleich: Ein Kühlschrank kostet nach denselben Annahmen rund 49 Wh je Stunde. Ein Klimagerät entspricht also etwa vierzehn Kühlschränken. Die Kühlschrankrechnung steht ausführlich auf der Kühlschrank-Seite.

Anlaufspitze, denn da drin sitzt ein Kompressor

Wie beim Kühlschrank zieht der Kompressor im Moment des Anlaufs ein Vielfaches seiner Betriebsleistung. Anders als beim Kühlschrank geschieht das hier aus einer Grundlast von rund 1.000 W heraus, und der Lüfter läuft ohnehin mit.

Eine Powerstation, deren Dauerleistung 1.000 W nur knapp übersteigt, ist damit ungeeignet. Sie brauchen Reserve in beiden Angaben. EcoFlow DELTA Pro 3 nennt 4 000 W Dauerleistung bei 8 000 W Spitze, BLUETTI Apex 300 3 840 W bei 7 680 W (Lifting Power).

Und wie überall bei Motoren gilt: X-Boost bei EcoFlow und Lifting Power bei BLUETTI sind hier keine Lösung. Sie senken die Ausgangsspannung ab, um eine Last oberhalb der Nennleistung zu versorgen. Das passt zu einem Heizstab und nicht zu einem Kompressor, bei dem weniger Spannung mehr Strom und mehr Wärme bedeutet. Verlassen Sie sich darauf nicht.

Wie weit der Akku tatsächlich reicht

Lesen Sie die Zeile zum mobilen Klimagerät. Nur die größte Klasse kommt hier überhaupt in die Nähe eines brauchbaren Ergebnisses.

Knapp drei Kilowattstunden

GerätTypische LeistungsaufnahmeGeschätzte Laufzeit
Kühlschrank120 W55 Std. 57 Min.
CPAP-Gerät45 W52 Std. 13 Min.
Router und Modem15 W156 Std. 40 Min.
Fernseher90 W26 Std. 7 Min.
Mikrowelle1200 W1 Std. 58 Min.

Vier Kilowattstunden und erweiterbar

GerätTypische LeistungsaufnahmeGeschätzte Laufzeit
Kühlschrank120 W82 Std. 54 Min.
CPAP-Gerät45 W77 Std. 22 Min.
Router und Modem15 W232 Std. 6 Min.
Fernseher90 W38 Std. 41 Min.
Mikrowelle1200 W2 Std. 54 Min.

Selbst die vier Kilowattstunden liefern bei 60 % Einschaltdauer knapp sechs Stunden, und das ist der günstige Fall. An einem Tag mit dreißig Grad, wenn das Gerät die ersten ein bis zwei Stunden durchläuft, schrumpft das erheblich. Für eine ganze Sommernacht reicht kein Gerät dieses Katalogs allein.

Wenn Sie es dennoch versuchen wollen, ist Erweiterbarkeit die einzige ehrliche Antwort. Ein Zusatzakku verdoppelt die Laufzeit tatsächlich, während ein anderes Gerät derselben Klasse es nicht tut.

Die Geräte, die am nächsten herankommen

Anker SOLIX F3800 bringt mit 3 840 Wh und 6 000 W Dauerleistung die größten Zahlen mit, dazu 2 400 W Solareingang. Letzteres ist hier ausnahmsweise passend: Ein Klimagerät wird genau dann gebraucht, wenn die Sonne scheint, und das ist der einzige Verbraucher auf dieser Website, bei dem Last und Solarertrag zeitlich zusammenfallen.

BLUETTI Apex 300 setzt auf Erweiterbarkeit und Lebensdauer: 2 764,8 Wh, Erweiterbar und 6 000 Zyklen bis 80 %. Wer ein Klimagerät regelmäßig am Akku betreiben will, zyklisiert sehr häufig, und dann ist diese Angabe die wichtigste im Datenblatt.

EcoFlow DELTA Pro 3 ist die ausgewogene Wahl: 4 096 Wh, 2 600 W Solareingang und 50 Minuten Ladezeit am Netz, was zählt, wenn tagsüber geladen und abends gekühlt wird. Die beiden größten Geräte stehen nebeneinander unter F3800 gegen DELTA Pro 3.

Günstigere Wege, kühl zu bleiben

Bevor Sie eine große Powerstation kaufen, um ein Klimagerät zu betreiben, lohnt der Blick auf das, was eine Größenordnung weniger kostet.

  • Ventilator statt Kompressor. Ein Standventilator liegt im niedrigen zweistelligen Wattbereich, also in derselben Klasse wie ein Fernseher. Eine Kilowattstunde trägt ihn eine ganze Nacht. Er senkt die Temperatur nicht, aber er macht sie erträglich.
  • Nachts lüften, tagsüber verschatten. Rollläden und Außenjalousien wirken stärker als jedes mobile Gerät, weil sie die Wärme draußen halten, statt sie hinauszupumpen.
  • Den Schlauch abdichten. Wenn schon Monoblock, dann mit einer ordentlichen Fensterabdichtung. Der Rückstrom warmer Luft durch den Fensterspalt ist der größte Einzelverlust dieser Bauart und treibt die Einschaltdauer nach oben.
  • Nur einen Raum kühlen. Tür zu, Zielraum klein halten. Die Einschaltdauer folgt der Raumgröße.
  • Tagsüber vom Modul laden, abends kühlen. Das ist der einzige Betriebsfall, in dem ein Klimagerät am Akku aufgeht, und er setzt einen ernsthaften Solareingang voraus.

Nehmen Sie das Typenschild Ihres eigenen Geräts

Die Wattangaben hier sind übliche Ausgangspunkte, keine Messwerte Ihrer Ausstattung. Auf dem Typenschild steht die elektrische Anschlussleistung. Verwechseln Sie sie nicht mit der Kühlleistung in Watt oder BTU, die auf der Verpackung steht: Das ist die abgeführte Wärme, nicht der Stromverbrauch, und sie liegt typischerweise um ein Mehrfaches höher.

Die Einschaltdauer ist bei diesem Gerät die unsicherste Größe der ganzen Rechnung, weil sie an Außentemperatur, Raumgröße, Dämmung und Abdichtung hängt. Spielen Sie im Laufzeitrechner auch 80 % und 100 % durch, nicht nur die 60 % dieser Seite. Und wenn das Klimagerät zusammen mit einem Kühlschrank laufen soll, prüfen Sie die Dauerleistung gegen die Summe beider Lasten, inklusive gleichzeitiger Anlaufspitzen. Alle Annahmen dieser Seite stehen offen in der Methodik.

Häufige Fragen

Wie lange läuft ein mobiles Klimagerät an einer Powerstation?

Bei 1.000 W Aufnahme, 60 % Einschaltdauer und 85 % Wirkungsgrad kostet eine Stunde rund 706 Wh. Vier Kilowattstunden reichen damit für knapp sechs Stunden, knapp drei Kilowattstunden für rund vier. An einem sehr heißen Tag, wenn das Gerät anfangs durchläuft, fällt das Ergebnis deutlich kürzer aus.

Gibt es eine Powerstation für eine ganze Sommernacht?

In diesem Datenbestand kein einzelnes Gerät. Acht Stunden entsprächen bei diesen Annahmen mehr als fünf Kilowattstunden, und das übersteigt das größte hier erfasste Modell. Mit Zusatzakkus wird es erreichbar, und das ist der Grund, warum Erweiterbarkeit bei diesem Verbraucher die wichtigste Eigenschaft ist.

Ist ein Monoblock nicht besonders ineffizient?

Ja, bauartbedingt. Der Abluftschlauch bläst warme Luft hinaus, und durch den Fensterspalt zieht neue nach. Eine ordentliche Fensterabdichtung ist deshalb die wirksamste einzelne Maßnahme, weil sie die Einschaltdauer senkt, und die Einschaltdauer bestimmt hier die Laufzeit.

Was ist mit der Kühlleistung in BTU auf der Verpackung?

Das ist die abgeführte Wärme, nicht der Stromverbrauch. Beide Werte werden regelmäßig verwechselt, und die Kühlleistung liegt typischerweise um ein Mehrfaches über der elektrischen Aufnahme. Rechnen Sie ausschließlich mit der Anschlussleistung vom Typenschild.

Reicht ein Ventilator nicht auch?

Für viele Nächte ja, und er ist elektrisch in einer völlig anderen Liga: niedriger zweistelliger Wattbereich gegenüber 600 W im Mittel. Eine Powerstation der Kilowattstunden-Klasse trägt einen Ventilator die ganze Nacht, während sie an einem Klimagerät in gut einer Stunde leer wäre.